B) Aufklärung über irreführende Rechtfertigungen der

 vermeidbaren Rodung

 

Erklärung:

Einzelne Mitglieder des NABU ( siehe http://berlin.nabu.de vom 8.12.11) und Presse- und Anwohnerinformationen des Bezirksamtes Lichenberg vom Nov/Dez 11., haben mit ihren

folgenden Aussagen 1-8 dazu beigetragen, dass ein völlig einseitiges und teilweise sogar falsches Meinungsbild in den Medien verbreitet wurde. Unabhängige  Naturschützer

und Fachleute entgegnen:

   

1. Die Weiden haben mit ihren Wurzeln die Spundwände erfasst und mussten gefällt werden.

BIO: Lediglich an 4 Stellen haben die Weiden die Spundwände tangiert. D.h. man bräuchte nur 4 Weiden fällen, um damit den gesamten Uferbereich zu verschonen! Hätte man die Aushubbreite ( 90cm)hinter

den Spundwänden kleiner ( 20cm) gewählt ( wie beim Kabelbau üblich), wäre kaum Wurzelwerk beschädigt worden. Die Begründung mit den notwendigen 90cm breiten Aushub ist unhaltbar.

 

2. Der Brandkrustenpilz (BKP) hat Baum befallen.

BIO: Bei keinem der 22 Weiden -bis auf einen Baum- waren die BKP-typischen grauen bzw. schwarzen krustenförmig gewölbten Ränder am Stamm erkennbar.

 

3. Die Weiden hätten das Ufer so stark verschattet, dass sich ein natürlicher Röhricht nicht mehr ausbilden konnte.

BIO: Eigenartig, dass trotz Weiden sich der Röhricht an 5 verschiedenen Uferstellen ausbilden konnte und Rohrsänger, Teichhühner, Haubentaucher, Schwäne und die vom Aussterben bedrohte Rohdommel einen idealen Lebensraum vorfanden. Nach diesem unverantwortlichen Kahlschlag, werden wir diese wunderbaren Tiere nur noch selten oder nie mehr zu Gesicht bekommen.

 

4. "Das Gehölz hätte nie gepflanzt werden dürfen"

BIO: Die Wortwahl, Gehölz für die schönen Trauerweiden zu verwenden, ist eines Naturschützers unwürdig! Wenn nicht am Wasser, wo denn sonst hin ?"

 

5. "Die Weiden bedrängen die Linden"

BIO: Seit über 20 Jahren leben die Linden mit den Weiden am Ufer in einer wunderbaren Symbiose. Die Weiden spenden Schatten, lassen das Ufer nicht austrocknen, halten das Erdreich zusammen, verhindern Erosion. Alle beide Baumarten gediehen dabei prächtig.

 

6. Die Standfestigkeit der Bäume sei nicht mehr gewährleistet gewesen.

BIO: Um diese eindeutig bestimmen zu können, bedarf es einer mechanischen Prüfung. Durch eine reine Sichtkontrolle, wie geschehen, kann die Standfestigkeit nicht ermittelt werden. Durch Betonunterspülungen ist es möglich, die Standfestigkeit eines Baumes langfristig zu gewährleisten.

 

8. Das Fällen der Weiden wäre in 10 bis 20 Jahren sowieso erfolgt.

 

BIO: Diese naive Behauptung ist keines Kommentars würdig

 

8. Spundwandeinfassung

Diese sei veraltet, verrostet,Gefahrenquelle für Menschen und nicht mehr zeitgemäß.

BIO: Die erst in den 80er Jahren angebrachten Spundwände sind oberflächenkorrodiert und befinden sich mit ihrer 15mm Wandstärke noch in einem intakten Materialzustand, der das Ufer noch weitere 50 Jahre problemlos stabilisiert hätte. Dass einzelne NABU-Mitglieder die Einkürzung der Spundwände befürwortet haben, ohne sich der Folgen darüber bewußt zu sein, ist unverantwortlich. Die Einkürzung der Spundwände ist vergleichbar mit einer Deichkronenabtragung von 2m, in der Hoffnung, dass es keine Sturmflut mehr geben  wird. Wehe, wenn der große Regen einmal tagelang niederprasselt, wer trägt eigentlich die Verantwortung für die Folgeschäden? 

Ufer-Bild am 2.2.13 nach Beendigung der Arbeiten: So sah das Ufer aus bevor die Spundwände eingerammt wurden!

Spundwandstärke 15mm ohne Rost